Ein Mann will gegen die Trassenpläne Wahle-Mecklar klagen

Ein Mann will gegen Trassenpläne klagen.

Für ein Verfahren gegen die 380-kV-Höchstspannungs- Freileitung sind Spenden sowie die Unterstützung der Anlieger-Gemeinden nötig.

Von Jörg Werner David

Die Arbeitsgruppe Burgdorf der Bürgerinitiative Erdkabel Innerstetal wird nicht müde, Alternativen für die geplante 380-kV-Höchstspannungstrasse Wahle-Mecklar aufzuzeigen. „Wir sind eben nicht nur gegen etwas, sondern bieten auch sinnvolle Lösungsmöglichkeiten für eine Erdverkabelung an“, berichtet der BI-Vertreter Elmar Gahl.

Weil er und seine Mitstreiter allerdings nicht unbedingt auf Einlenken der Trassenbauer setzen, laufen bereits die Vorbereitungen für eine später mögliche Klage. Für den vermutlich langen Rechtsweg aber benötigen die Initiativen ein finanzielles Polster, das nun mit Spenden geschaffen werden soll.

Erhebliche Kosten hat schon die von der Initiative unterstützte Einwendung im Planfeststellungsverfahren für den Bauabschnitt A zwischen Wahle und Lamspringe verursacht. Unter anderem werden dort die Vorzüge einer Erdverkabelung in HGÜ-Gleichstromtechnik aufgezeigt.

Ein Fachanwalt aus Paderborn hat die 33 Seiten formuliert, die inzwischen –wie Hunderte andere Einwendungen –der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr vorliegen. Abgestimmt mit allen Bürgerinitiativen längs der geplanten Trasse, werden alle Defizite des Bauantrags des Leitungsnetz-Betreibers Tennet aufgezeigt. Wichtig: Einwender ist ein Burgdorfer Bürger, dessen Grundstücke beim Bau der Höchstspannungsleitung betroffen wären. Nur mit ihm als Stellvertreter hätte eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss auch Erfolgsaussichten, beimVerwaltungsgericht zugelassen zu werden.

Gemeinden prüfen finanzielle Unterstützung einer Klage „Aus unserer Sicht haben die Gemeinden längs der Trasse wenig Aussicht, eine Klage erfolgreich durchführen zu können“, erklärte Guido Franke, der Koordinator des Sprecherkreises der Bürgerinitiativen Wahle-Mecklar. Nur bei wenigen dürfte die Planungshoheit als einziger Klagegrund beeinträchtigt werden. Deshalb erhoffen sich die Bürgerinitiativen auch da finanzielle Unterstützung.

Entsprechende Signale habe es schon von einigen Gemeinden gegeben, allerdings muss dies noch überall in den Räten diskutiert und beschlossen werden. Außerdem hofft die Burgdorfer BI auf Spenden ihrer Mitbürger. Selbst wenn Tennet die Trasse nun doch um Westerlinde herum bauen wolle, warnte Gahl alle anderen Burgdorfer Bürger davor, sich zurückzulehnen: „Es darf sich keiner im Gemeindegebiet sicher fühlen, denn mit ,Sued.Link‘(Korridor C) wird Tennet Anfang Februar die nächste Trasse beantragen“, so Gahl.

Diese weitere Leitung werde wahrscheinlich aus zwei parallelen Masten bestehen. Vor diesem Hintergrund sieht BI-Sprecher Peter Rösch eine HGÜ-Trasse durch die Gemeinde als zusätzliche Absicherung. Die Bürgerinitiativen fordern wie berichtet eine Pilotstrecke in HGÜ-Technik als Erdverkabelung. Eine Möglichkeit, die der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung anbietet. Wahle könnte zum Trassen-Drehkreuz werden Rösch glaubt, dass Wahle als eines der wichtigsten Drehstromkreuze Deutschlands besonders geeignet für den Bau einer solchen Pilotstrecke sei.

Hier könnten innovative Technologien wie DC-Leistungsschalter, Regelungs- und neue Kabelverlege-Techniken getestet werden und Erfahrungen für größere Projekte wie eben jene große Nord-Süd- Verbindungen gesammelt werden. In einem zweiten Schritt könnte die Trasse Wahle-Mecklar in ein schrittweise zu entwickelndes HGÜ-Verteilnetz (Overlaynetz) integriert werden. Auf diese Weise entstünde ein erster Baustein für die Energieverteilung der Zukunft.

Rösch: „Damit wäre ein weiterer Ausbau erneuerbarer Energien gewährleistet und so eine erfolgreiche Voraussetzung für die Energiewende geschaffen.“

 

 

KONTAKTE, weitere Informationen zur Arbeitsgruppe Burgdorf der Bürgerinitiative Erdkabel Innerstetal sind im Internet unter http://www.berel-am-ries.de zu finden.

http://www.braunschweiger-zeitung.de/region/salzgitter/umland/ein-mann-will-gegen-trassenplaene-klagen- id1294 170. html

 

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Veröffentlicht in Archiv 2013

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